Kinderspielplatz Baumgarten – Alternativlos?

In der Stadtratssitzung vom 20. Dezember 2016 wurde mit 15:2 Stimmen (bei 8 abwesenden Stadträten) der Antrag von Stadtrat Wolfgang Bader (SPD) für die Errichtung eines Kinderspielplatzes im Baumgarten befürwortet. Siehe dazu auch den Blog-Beitrag  “Kinderspielplatz Relaunch im Baumgarten” .  Dabei wurde über geschätzte Kosten von 30.000 bis 50.000 Euro diskutiert. Dies veranlasste einen Blog-Leser zu einem Kommentar. Er schlug vor, mit wenigem Aufwand und Elterninitiative Spielmöglichkeiten zu schaffen. Für den Winter hat er gleich konkrete Vorschläge, die er bereits mit einigen Eltern in die Tat umgesetzt hat. Ein
selbstgebauter “Snowpark” hat schon seine Anhänger gefunden. Siehe Bilder!
Allerdings muss an dieser Stelle auch die kritische Frage gestellt werden, welche Zielgruppe mit diesem “Snowpark” angesprochen wird. Solange Schneeburgen, Rodelhänge u.ä. gebaut werden, würde das Spielmöglichkeiten für kleinere Kinder eröffnen. Regelrechte Skaterrampen dürften eher Jugendliche und Junge Erwachsene ansprechen. Solange der geplante Skate- und Funpark in Füssen noch nicht realisiert ist, ist das sicherlich eine kreative Lösung für Skate-Begeisterte. Der Baumgarten dürfte groß genug für beide Zielgruppen sein.
Aber es geht um die Errichtung eines Kinderspielplatzes und in diesem Zusammenhang stellt sich für mich die Frage, ob die Stadt Füssen nicht doch noch über kostengünstigere Alternativen zum geplanten Kinderspielplatz im Baumgarten nachdenken sollte. Stadtrat Wolfgang Bader (SPD ) betonte zwar, dass keine teure Anlage geplant sei, auch um Vandalismus vorzubeugen. Trotzdem waren sich alle einig, dass Geld in die Hand genommen werden müsste. Aber ist eine solche Vorgehensweise wirklich alternativlos? Das Beispiel der Elternitiative zeigt, dass auch andere Wege beschritten werden könnten. Warum kann man den betroffenen Eltern nicht mehr Eigenverantwortung zutrauen? Wichtig wäre aber auch ein eindeutiges Signal und unbürokratische Unterstützung seitens der Stadtverwaltung. Insbesondere muss die Frage geklärt werden: Was geht, was geht nicht? Mein Vorschlag: Die Eltern sollten sich in einem offenen Brief, den ich gerne auch in diesem Blog zur Diskussion stellen werde, an die Stadtverwaltung und an den Vorsitzenden des Kinder- und Jugendbeirats (Stadtrat Wolfgang Bader -SPD-) wenden und ihre Vorstellungen konkretisieren. Das wäre dann der Startschuss für ein begrüßenswertes Bürgerprojekt, denn “Gemeinsam ist man stark!”

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