Stadt hat kein Schuldenabbau-Programm

      3 Kommentare zu Stadt hat kein Schuldenabbau-Programm

Leider wurde der Antrag vom früheren Stadtrat Jörg Umkehrer völlig missverstanden.
Nicht ein härterer, sondern ein effektiverer Sparkurs ist das Ziel. Es wurde beantragt,
„ ein auf die Zukunft ausgerichtetes, umfassendes Programm zur Haushaltssanierung zu entwickeln und auf den Weg zubringen mit dem Ziel, einer mittelfristig drohenden Nettoneuverschuldung rechtzeitig und effektiv entgegen zu wirken.“ Herr Umkehrer steht mit seiner Forderung nicht alleine da. Auch das Landratsamt mahnt seit langem ein Konzept zum Schuldenabbau an. Jährlich einen Betrag von 200.000 Euro oder mehr des städtischen Schuldenbergs abzutragen, ist ein guter Ansatz, aber kein Programm. Ein Programm erfordert, wie Stadtrat Andreas Eggensberger in der Sitzung richtig erkannt hat, „die Verankerung einer systematischen Arbeitsweise“. Dazu gehört eine umfassende Bestandsaufnahme der kommunalen Aufgabenwahrnehmungen, eine exakte Kosten-Nutzenanalyse von geplanten Investitionen sowie genaue Ablaufpläne zum Schuldenabbau.
Warum wird eine solche Vorgehensweise abgelehnt?

3 Kommentare zu “Stadt hat kein Schuldenabbau-Programm

  1. Hilde Brötzner, Füssen

    Da kommen wir der Frage an den Bgm. Iakob schon näher ” Was ist los im Stadtrat Herr Bürgermeister ”
    Wie soll ein engagierter Stadtrat mitarbeiten wollen, wenn eine so wichtige Sache wie der Schuldenab-
    bau blockiert , bzw. auf Verlangen abgelehnt wird. Allein diese Frage war ja schon zuviel, ich erinnere
    an die Bürgerversammlung im Haus Hopfensee. Dieserhalb mußte ich mich noch dazu beim Verlassen
    des Hauses nach der Versammlung von einem SPD-Stadtrat beschimpfen lassen.So wird das Interesse
    einer Füssener Bürgerin abgeschlagen. Wo ist da der Anstand ?

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    1. Christine Fröhlich Post author

      Liebe Hilde Brötzner!
      Muss der Vollständigkeit halber nochmal richtig stellen: Der Schuldenabbau an sich wurde nicht abgelehnt, sondern sozusagen der vorgeschlagene Weg dahin. Ich denke nicht, dass Ex- Stadtrat Herr Jörg Umkehrer, der den Antrag eingebracht hat, deswegen gefrustet und zurückgetreten ist. Solange persönliche Gründe angeführt werden, bleiben Mutmaßungen im Reich der Spekulation. Die Frage in der Bürgerversammlung an den Herrn Bürgermeister Iacob zu den gehäuften Rücktritten im Stadtrat war berechtigt und hat die versammelten Bürger zumindest auf das Problem aufmerksam gemacht. Dass man darauf keine aussagekräftige Antwort erhält, weil Frage zu Personalangelegenheiten, war sowieso klar. Dennoch hätte Herr Bürgermeister Iacob souveräner reagieren können. Sichtlich gereizt und genervt werden in diesem Zusammenhang Ihre facebook-Aktivitäten ins Lächerliche gezogen, was erstens überhaupt nichts mit der Sache zu tun hat und zweitens unfaire Polemik ist. Der Ton, mit dem ein SPD-Stadtrat am Ende der Veranstaltung Ihren Redebeitrag kritisiert hatte, war völlig überzogen. Ich war Augen- und Ohrenzeuge. Es wäre wünschenswert, dass Füssen zu einer Kommunikationskultur findet, in der man sich kritisch auseinandersetzt, ohne persönlich zu werden.

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      1. Hubert Endhardt

        Jörg Umkehrer hat sich aus ganz persönlichen Gründen, die wir als OV-Grüne in Füssen verstanden und akzeptiert haben, aus der Stadtratsarbeit zurückgezogen, auch wenn ihm diese Entscheidung nicht leicht gefallen ist. Sein letzter Antrag wäre es wert gewesen, angenommen und umgesetzt zu werden. Schade, da hat die Stadt eine Chance vertan.
        Ich freue mich, dass Sie Frau Fröhlich diesen blog eingerichtet haben und werde mich gelegentlich als Vorstand der GRÜNEN in Füssen und als südlicher Kreisrat beteiligen. Leider ist man ja in den sozialen Medien einem hohen persönlichen Risiko durch unqualifizierte und beleidigende Beiträge ausgesetzt. Sie werden diese Seite sicher aufmerksam begleiten und solchen Auswüchsen vorbeugen. Ihr Hubert Endhardt

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